Lernort Natur | Walderlebnisschule Bochum

Vieles können wir nicht besser machen, nur schöner.


Walderlebnisschule Bochum komplett renoviert, erweitert und neu- bzw. wiedereröffnet.

Nicki Nuss Raum und Stadtwerke Bochum Klassenzimmer für Besuchergruppen und Seminarteilnehmer.

 

Bochum, 16. Mai. 2015. Im Jahr 1999 wurde der Verein Förderkreis Lernort Natur ins Leben gerufen; mit dem Ziel, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die stadtnahe Natur nahe zu bringen, um so ein Naturverständnis zu wecken. Da zu diesem Zeitpunkt der Forstbetriebshof-Nord im Berghofer Holz geschlossen wurde, ergriff der Förderkreis die Initiative und trat an die Stadt Bochum heran, um den Betriebshof zu pachten.

 

Die außerordentlich günstige Lage am Rande des Naturschutzgebietes bot beste Voraussetzungen mit einer Walderlebnisschule die Ziele des Vereins umzusetzen. Da die Ziele und Inhalte der Vereinsarbeit in vielen Bereichen mit denen der Agenda 21 übereinstimmen, wurde die Walderlebnisschule als Bestandteil der Lokalen Agenda integriert und gefördert. Finanziert wurde das Vorhaben z.T. durch die Aral-Stiftung, Lions-Club, Stadtwerke Bochum, die Volksbank Bochum-Witten und durch Mitglieder und andere Spenden.

 

Über die Jahre ist die Walderlebnisschule zu einem festen Bestandteil der Bochumer Umweltbildung geworden. So konnten in den letzten 16 Jahren mehr als 15.000 Besucher interessante Erfahrungen in und um die Walderlebnisschule herum sammeln.


Durch die Präsentation des Projekts an den Bochumer Umwelttagen, den Agenda-Festen, Stadtteilfesten und im Bochumer Tierpark ist der Bekanntheitsgrad und die Nachfrage so groß geworden, dass die Besuchstermine zur Zeit mindestens für ein halbes Jahr im Voraus gebucht werden müssen. Langfristig erwartet der Verein weiter anwachsende Besucherzahlen, denn die günstige Lage der Walderlebnisschule am Naturschutzgebiet, die bequeme Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die geringen Kosten für einen erlebnisreichen Tag sowie ein professionelles Programm veranlassen immer mehr Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen, das Angebot des Vereins wahrzunehmen.

 

 Die Walderlebnisschule wird u.a. noch von der städtische Familienbildungsstätte dreimal wöchentlich genutzt, ist Bestandteil des Umweltspürnasenpasses des Umweltamtes Bochum und Programmteil der Stadtwerke-Powerpiraten bzw. Jugendangeboten.

 

Alles in allem ist die Arbeit des Förderkreises Lernort Natur in der Walderlebnisschule sehr erfolgreich und erfährt viel positive Resonanz. Unter anderem wurde diese Arbeit mit dem Bürgerpreis der CDU für ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Im Jahr 2013 erklärten die Stadtwerke Bochum im Rahmen ihres Förderprogramms die Walderlebnisschule Bochum zum Zukunftsprojekt..

 

Zum Programm der Walderlebnisschule gehören u.a.:

 

- Führungen durch das Berghofer Holz

 

- Fortbildungen für Lehrer und Referendare

 

- Projektarbeit für Schulklassen, z.B. Waldlehrpfad , Gewässerbiologie, Botanik

 

- Wald mit allen Sinnen erfahren

 

- Abenteuerspiele

 

- Kochen mit Wildkräutern

 

- Bestimmung essbarer Pflanzen

 

- Pilz- und Kräuterseminar

 

- u.v.m.

 

In den Jahren 2011/2012 wurde in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule für Heilpädagogik eine Studie zum Thema "Wald statt Ritalin?" durchgeführt, um der Fragestellung nachzugehen, ob der Aufenthalt und die Beschäftigung mit der Natur sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden von Kindern mit dem "Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-syndrom (ADHS) auswirkt.Diese Studie fand bundesweit Aufmerksamkeit und wurde von verschiedenen Institutionen gewürdigt, eine Fortsetzung der Studie ist ab 2016 mit einer Dauer von 2 Jahren in Vorbereitung. In diesem Zusammenhang möchten wir nicht unerwähnt lassen, dass die NRW Stiftung Natur-Heimat-Kultur die Übernahme der Personalkosten in Aussicht gestellt hat.

 

 Um die Qualität der Umweltarbeit zu gewährleisten, arbeiten 4 zertifizierte Natur-und Landschaftsführer und 3 zertifizierte Waldpädagogen im Verein, so dass auch Belange der "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" berücksichtigt werden.

 

 Da die Gebäude und Räumlichkeiten den notwendigen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprachen, war eine Sanierung unausweichlich. Die für diese Sanierung notwendigen finanziellen Mittel waren durch die Stadtwerke Bochum i.H.v. € 25.000 und eine Zusage der NRW Stiftung über eine Förderung i.H.v. € 127.000 in gesichert. Die mehr als ein Jahr dauernden Arbeiten wurden pünktlich beendet, so dass den Feierlichkeiten zur „Neueröffnung“ der Walderlebnisschule Bochum am 16. Mai 2016 nichts mehr im Wege stand.

 

 

Social Networks | Pressekontakt: Jörg Krogull

T: 02327-76799 Mobil: 0177.7284735


Die Walderlebnisschule auf  facebook.


j.krogull@walderlebnisschule-bochum.de

events@walderlebnisschule-bochum.de

 


Als der Forstbetriebshof im Berghofer Holz geschlossen wurde, war für den Förderkreis Lernort Natur klar, das Gelände im Stadtteil Harpen von der Stadt Bochum zu mieten, um hier, am Rande des Naturschutzgebietes, einen

Standort für verschiedene Naturaktivitäten aufzubauen.

 

Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in Langendreer renovierten mit Hilfe des Förderkreises die Gebäude. Peter Vieres, Lehrer der Schule und Mitglied des Förderkreises, steht nach Absprache anderen Schulen zur Durchführung diverser Unternehmungen zur Verfügung.

 

Darüber hinaus begleiten  Mitglieder des Förderkreises, der sich aus ortskundigen Jägern, Förstern und anderen Naturfreunden zusammensetzt, die unterschiedlichsten Aktivitäten in Sachen Walderlebnis.


Aktion Waldjugendspiele NRW | Bilanz 2014

Gemeinschaftsaktion erreicht über eine halbe Million Kinder 

 

„Schon im vierten Jahr hintereinander haben jeweils über 40.000 Grundschulkinder aus ganz Nordrhein-Westfalen an Waldjugendspielen teilgenommen und allein diese Tatsache dokumentiert eindrucksvoll, wie gut dieses landesweite Umweltbildungsangebot von Wald und Holz NRW und SDW inzwischen angenommen wird“ betonte die Schirmherrin der „Aktion Waldjugendspiele“, Landtagspräsidentin Carina Gödecke anlässlich der Abschlussveranstaltung am 18. März im Landtag in Düsseldorf. Sie bedankte sich nachdrücklich bei allen Försterinnen und Förstern sowie ehrenamtlichen Helfern für ihr außerordentliches Engagement, welches dieses Ergebnis erst möglich gemacht habe. 

Dr. Hans-Jürgen Schäfer, zuständiger Fachbereichsleiter von Wald und Holz NRW ergänzte, dass diese Zahlen zugleich aber auch deutlich machen, wie groß der Bedarf nach Umweltbildungsangeboten im Wald sei. „Am Beispiel des Waldes lässt sich besonders gut darstellen, dass ein Gesamtkonzept, das von der naturverträglichen, nachhaltigen Nutzung bis hin zur Wildnisentwicklung reicht, wesentlich zum Schutz und zur Entwicklung des Lebensraums Wald beitragen kann“. 

Die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL erinnerte an den Auslöser der Gemeinschaftsaktion, nämlich die erschreckenden Ergebnisse der im Jahr 1998 von der Universität Marburg mit der SDW durchgeführten Studie „Lila Kuh“ über das Ausmaß der Naturentfremdung unserer Jugend. „Seit Beginn der Gemeinschaftsaktion Waldjugendspiele konnten wir insgesamt über einer halben Million Kindern einen solchen Walderlebnistag ermöglichen; inzwischen erreichen wir jedes Jahr etwa ein Viertel eines 4.-Grundschuljahrgangs“ bilanzierte sie die dynamische Entwicklung der vergangenen 15 Jahre.